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Gerhard beim Fotografieren

Die alte Fw Kamera vom Schwiegervater


Meine Erfahrungen mit dem Fotografieren begannen, als ich 14 Jahre alt war. Ich bekam zur Konfirmation meinen ersten Fotoapparat, eine Kodak Retina 1b. Es war die Ausführung mit dem eingebauten Belichtungsmesser. Etwas später kamen zwei Nahlinsen mit dem dazugehörigen Schnittbild-Entfernungsmesser hinzu. Aus Kostengründen kamen nur Schwarzweißfilme in Frage. Die ersten Nahaufnahmen waren Alpenveilchen. Dabei gilt, was ein Bekannter mal richtig bemerkte, ich glaube er war ein kleiner Philosoph. Er sagte nämlich: Bei Schwarzweiß kommen einfach die Farben nicht richtig heraus.

am Rand der Caldera de Taburiente in La Palma

Am Rand der Caldera de Taburiente in La Palma

Schon um 1965 kaufte ich mir den ersten Kleinbild- Vergrößerungsapparat und richtete mir eine Dunkelkammer ein. Viele Nächte verbrachte ich im kalten, dunklen Zimmer und panschte in den Bädern. Nur der Entwickler bekam eine schöne selbstgebaute Heizung. Es war eine Platte mit Widerstandsdraht überzogen, die am Trafo einer Spielzeugeisenbahn hing und für konstant 20 Grad sorgte. Später kam dann noch ein 6x6 Vergrößerungsapparat hinzu. Was für eine Erleichterung, daß die Bildbearbeitung nun ganz mit dem Computer erfolgen kann. Im Laufe der Jahre rüstete ich auf und brachte es zu einer gebrauchten Exakta. Dazu hatte ich auch ein 135 mm Teleobjektiv. Da der Schlitzverschluß die Neigung hatte, ungleichmäßig abzulaufen, gab es in den Bildern häufig einen helleren Streifen im Bild.

Mit der Stereofotografie haben wir erfolgreich experimentiert. Ich beschaffte mir eine zweite Kodak Retina 1b und montierte die beiden gleichen Kameras auf eine Schiene. Mit Diafilm fotografierte ich einen ganzen Urlaub indem ich immer beide Apparate genau zugleich auslöste. Die Dias mußten dann mit Glasrahmen gerahmt werden, da die Augen bei Stereobildern auf Randunschärfen sehr empfindlich reagieren. Mit einer Justiervorrichtung mußten die Dias so in den Rahmen ausgerichtet werden, daß der Bildhintergrund zur Deckung kam. Ein besonderer Effekt entsteht, wenn man mit übertrieben großer Basis z.B. 10 m auseinander von einer Anhöhe ohne nahen Vordergrund auf eine Stadt herunter fotografiert. Die starke Stereowirkung auch bei weit entfernten Objekten wird vom Gehirn so interpretiert, daß die Häuser klein wie Spielzeug aussehen.


Gerhard mit der Stereoeinrichtung
Eine Kleinstadt an der Westküste von Wales

Wenn der Abstand zwischen linkem und rechtem Bild nicht größer als der Augenabstand ist, gelingt es mit etwas Übung auch ohne Hilfsmittel mit dem linken Auge das linke und mit dem rechten Auge das rechte Bild anzuschauen. Man geht zunächst mit der Nase bis fast an den Bildschirm und dann langsam zurück, bis man das Bild scharf sieht.


Gerhard mit der Stereoeinrichtung
Das sind die 2 Retinas auf der Schiene in Stereo

Der weitere Weg zum Betrachten der Stereobilder waren zwei gleiche Diaprojektoren, vor die wir Polarisationsfilter setzten und die Bilder paßgenau auf eine metallisierte Leinwand projizierten. Mit einer Brille mit Polarisationsfolien war die Illusion wie durch ein Fenster in die Landschaft zu schauen, perfekt.

Da die alten Diaprojektoren sozusagen megaout sind, ist der nächste Schritt nun, um die alten Schätze zu retten, das Umwandeln der Bilder in Anaglyphen Bilder. Wir haben die links-rot, rechts-cyan Technik gewählt, da sie am weitesten verbreitet ist. Wer so eine Brille zur Hand hat, kann hier vier Beispiele in Stereo sehen. Die letzten zwei sind mit der Canon Digitalkamera gemacht indem ich jeweils zwei Bilder um den Augenabstand versetzt aufgenommen habe.

Eine Schmalspurlok in Wales
Eine Schmalspurlok in Wales


Um aus zwei Stereobildern ein Anaglyphenbild zu erzeugen bietet sich das Programm "StereoPhoto Maker" an. Auch im Videoschneideprogramm "Magix Video deluxe 17 Premium" ist eine Funktion eingebaut, mit der man Stereobilder unterschiedlicher Technik erzeugen kann.

Im Freilichtmuseum
Im Freilichtmuseum


In der Brögerstraße in Fürth
In der Brögerstraße in Fürth


Poppenreuth
Poppenreuth von Süden

Die letzten Jahre, in denen ich noch die photochemische Technik nutzte, war eine Spiegelreflexkamera von Pentax mein zuverlässiger Begleiter auf allen Reisen. Ein wuchtiges 300 mm Teleobjektiv und ein 28 mm Weitwinkel ließen kaum Wünsche offen. Die nächste besondere Fototechnik, die wir uns vornahmen, war die Panoramafotografie. Ein Urlaub in Island war die beste Gelegenheit dies auszuprobieren. Eine Schwenkvorrichtung auf einem stabilen Stativ ermöglichte es schnell zwei Aufnahmen genau paßgenau nebeneinander zu machen. Linker Anschlag klick, rechter Anschlag klick und fertig war das Panoramafoto. Es dauerte nicht lange, da fragten uns die Mitreisenden warum um alles in der Welt wir bei dem hellen Sonnenschein alle Aufnahmen vom Stativ machen. Zuhause wurden die Dias dann genau zusammen passend gerahmt und mit zwei Projektoren nebeneinander auf eine 5 Meter breite weiße Wand projiziert. Das Ganze dann noch mit isländischen Liedern unterlegt und die Projektoren synchron von Band gesteuert war die Wirkung super.


Das Panorama besteht aus zwei Bildern und ist mit der Pentax aufgenommen. Es ist eines der vielen Panoramas aus unserem Urlaub in Island.


In den Weiten von Island
In den Weiten von Island

Nun sind wir schon mit der dritten digitalen Knipskiste vollständig in das elektronische Zeitalter gewechselt und genießen den geringen Platzbedarf der neuen Schätze. Nun gehört die Panoramafunktion schon zur Grundausstattung vieler Digitalkameras und da Stereobilder beim Fernsehen gerade ein Trend sind, sind nun auch schon die ersten digitalen Stereokameras aufgetaucht.

Links zu den Fotoalben

Das Fotoalbum -Bilder aus aller Welt-

Das Fotoalbum -Elbsandsteingebirge-

Das Fotoalbum -Von Chicago nach New York-

Mit einem Hilfsprogramm, das sich jalbum nennt, kann man sehr leicht eine Diaschau, die in Java läuft, auf die eigene Homepage stellen. Bei Bildern von einem Wanderwochenende mit Dagmar und Heinz in Ramsthal habe ich die Bilder mit Beschreibungen versehen, die man angezeigt bekommt, wenn man auf das (i) im Bedienmenü klickt.

Ein Wanderwochenende in Ramsthal bei Bad Kissingen

Auch von der Schüdltour 2010 in die Oberpfalz habe ich eine Diaschau eingebaut.

Schnüdltour 2010 - Bergbau in der Oberpfalz und der Schweinebraten nicht zu vergessen!

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